21. Februar 2025
Frühlingssehnsucht
Unrast treibt mich . ins Freie . hinaus will ich gehen
zu Zweigen . um die sich Leere wickelt . und nichts
finde ich . denn was darunter oder auch . dahinter
in die Ritzen der Rinde greife ich . nach Wurzeln
vergebens . nach passenden Worten . grabe ich
mir in der Erde die Finger blutig . kratze weiter
weiter . bis kalterdiger Wind mich aufrüttelt . und
staunend falle und platze ich auf . wie die Rinde
nach dem Frost . treiben noch einmal Knospen
aus meiner Haut heraus . will noch ein einziges Mal
hellgrüne Blätter . und ein Sonnenstrahl tanzt
ein einziges Mal noch . Blütenschaum
in meinen Zweigen (C.Poser)
In unserem Garten ahnen wir schon den Frühling!






Und hier informieren wir über "Regelmäßiges" bei uns ZuHause!
Zum Beispiel: Unsere Treffen für Wohnprojekt-Interessierte
In regelmäßigen Abständen laden wir Wohnprojekt-Interessierte zu uns ein. Das können Einzelpersonen oder Paare sein, die sich über unsere Homepage informiert und dann bei uns gemeldet haben, weil sie einen neuen Lebensort suchen, oder weil sie sich grundsätzlich für das Wohnen in einem Wohnprojekt interessieren. Es melden sich aber auch Gruppen bei uns, die im Aufbau sind, selbst ein Wohnprojekt gründen wollen oder schon in der konkreten Planung sind und gerne etwas über unsere Erfahrung wissen möchten - Erfahrungen, die wir vor vielen Jahren gemacht haben. Oft geht es dabei aber auch um Probleme, die im Rahmen der Gründung zu bewältigen sind. Wir geben unsere Erfahrungen (lest dazu "Unsere Biografie") gerne an andere weiter. Unser nächstes Treffen im März 2025 ist inzwischen ausgebucht.


Zum Beispiel: Das Forum (jeden Mittwoch, wenn kein anderes Gruppentreffen sattfindet)
Eine Motivation, sich in ein Wohnprojekt einzubringen, ist der Wunsch der gegenseitigen Fürsorge im Alter. Bis auf eine Bewohnerin sind wir alle im Haus weit über 60 Jahre alt und spüren inzwischen die Zipperlein des Alters mehr oder weniger deutlich. Wir unterstützen uns im Krankheitsfall gegenseitig. Wie geht es dir? Soll ich dir eine Suppe vor die Tür stellen? Ich gehe nachher einkaufen, soll ich dir etwas mitbringen? Das klappt seit vielen Jahren prima und zuverlässig und beruhigt die Betroffenen.
Bei Einigen besteht darüber hinaus der Wunsch, sich regelmäßig mit anderen aus der Gruppe allgemeiner oder intensiver über die Fürsorge und den Umgang mit dem Älterwerden auszutauschen. Wie machst du das mit der Patientenverfügung? Hast du überhaupt eine? Benachrichtige ich die ganze Gruppe, wenn ich ernsthaft krank werde? Wenn ich ins Krankenhaus muss? Wie gehst du damit um, wenn es da oder da zwickt? Kennst du eine gute Arztpraxis für mein Ungemach? Wen ziehe ich ins Vertrauen, wenn es mir mal wirklich nicht gut geht und ich nicht mit jedem in der Gruppe darüber sprechen möchte? Nicht alle Fragen werden beantwortet und nicht jeder aus der Gruppe nimmt daran teil, aber man bleibt im Austausch über das Thema und baut Vertrauen untereinander auf.

Zum Beispiel: Unsere gemeinsamen Essen am letzten Mittwoch des Monats.
Im Flur der Gemeinschaftswohnung hängt vier Wochen vorher eine Liste aus, in die sich jeder eintragen kann, der dabei sein möchte. Einer von uns fühlt sich für die Vorspeise, ein Zweiter für das Hauptgericht und ein Dritter für den Nachtisch verantwortlich. Die drei Köche entscheiden auch, wie viele Mitesser kommen dürfen, denn nicht jede Köchin möchte für 20 Personen Essen zubereiten. So sind wir bei manchen Essen eine kleinere Gruppe, bei anderen ein größere. Gemütlich und lecker ist es aber auf jeden Fall immer. Inzwischen kommen auch ab und zu geladene Gäste von außerhalb dazu.
Zum Beispiel: Unsere monatlichen Kinoabende
Am zweiten Freitag im Monat treffen wir uns gern zum Filmgucken im Gruppenraum. Das klappt zwar nicht immer, aber immer öfter. Eine/r von uns sucht einen Film aus und schlägt ihn der Gruppe vor. Zu Beginn des Abends macht sie/er auch eine kleine Einführung dazu. Nach dem Film sitzen wir oft noch bei einem guten Tropfen zusammen und tauschen unsere Eindrücke aus. Zuletzt sahen wir „Die Reise des jungen Che“
Der Film zeigt den 23-jährigen Ernesto de Che Guevara, der abenteuerlustig - kurz vorm Ende seines Medizin-Studiums, 1952 - mit seinem Freund von Buenos Aires aus auf eine 13.000 km lange Reise durch Südamerika geht. Mit sehr wenig Geld und minimalem Gepäck sind sie mit einem klapprigen Motorrad, auf LKW-Ladeflächen bzw. zu Fuß durch verschiedene Länder unterwegs. Durch vielfältige Begegnungen mit armen, kranken und unterdrückten Menschen ist Che offenkundig stark berührt. So verändert sich seine Weltsicht grundlegend. In ihm reift der Wunsch, sich für soziale Gerechtigkeit zu engagieren....
